Baukrise statt Bauboom: Wie der Stillstand am Bau den Immobilienmarkt neu sortiert
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Steigende Baukosten, fehlende Fachkräfte und hohe Zinsen sorgen dafür, dass vielerorts keine neuen Wohnhäuser mehr entstehen. Der Neubau-Stillstand verändert nicht nur das Stadtbild, sondern verschiebt auch die Dynamik auf dem Immobilienmarkt. Für Eigentümer von Bestandsimmobilien eröffnen sich dadurch neue Verkaufschancen.
Hohe Baukosten und zurückhaltende Bauunternehmer
Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt unverändert hoch, insbesondere in Städten, den umliegenden Regionen und Wachstumsgebieten. Doch wer aktuell ein Bauprojekt in Angriff nehmen möchte, stößt schnell auf finanzielle Hürden: Die Kosten für Materialien und Handwerker sind gestiegen, und die Zinsen für Baufinanzierungen haben ebenfalls angezogen. Das Ergebnis: Viele Bauvorhaben werden verschoben oder sogar ganz eingestellt.
Obwohl erste Prognosen für 2025 auf eine leichte Erholung bei den Baugenehmigungen hindeuten – vor allem im Bereich der Einfamilienhäuser –, bleibt der Neubau weit hinter dem Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr zurück. “Die Baubranche spricht von einer dauerhaften Delle, während viele Experten sogar von einer strukturellen Krise sprechen”, erklärt Klaus Seigel vom Maklerbüro Arnold Ernst in Offenburg.
Bestandsimmobilien rücken in den Vordergrund
Die direkte Folge ist ein Rückgang des Angebots an neuen Immobilien – und das in einem ohnehin angespannten Markt. Interessenten, die ursprünglich auf Neubauten gesetzt hatten, orientieren sich nun verstärkt an bestehenden Objekten. Dadurch gewinnt der vorhandene Immobilienbestand in der Region Offenburg an Bedeutung.
Diese Entwicklung beeinflusst die Preisgestaltung. Während in den letzten Monaten vielerorts eine Stabilisierung oder sogar ein leichter Rückgang der Preise zu beobachten war, kehrt sich dieser Trend bei gut erhaltenen Bestandsimmobilien teilweise um – zumindest in bestimmten Gegenden. “In Offenburg sehen wir, dass gut gepflegte Bestandsimmobilien besonders gefragt sind”, so Seigel.
Vorteile für Eigentümer: Warum Bestandsimmobilien profitieren
Für Eigentümer von Bestandsimmobilien eröffnen sich durch diese Situation neue Chancen. In einem Markt, in dem weniger Neubauten realisiert werden, steigt die Attraktivität bestehender Objekte – vor allem, wenn sie gut instandgehalten und sofort bezugsfertig sind.
“Verkäufer können davon profitieren, dass ihre Immobilie im aktuellen Marktumfeld an Bedeutung gewonnen hat”, erklärt Seigel. Besonders bei Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Wohnungen in beliebten Stadtteilen kann die Nachfrage wieder anziehen. Wichtig ist jedoch, mit realistischen Preisvorstellungen und einer fundierten Marktanalyse in den Verkaufsprozess zu starten.
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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